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Nach seinem Ausflug in den Porsche Carrera Cup legt Steffen Göpel eine Pause ein. Doch so ganz kann der Leipziger von seiner Leidenschaft nicht lassen. Die schnellen Autos und der Benzingeruch fehlen ihm. Im Jahr 2000 nimmt Göpel deshalb ein Angebot des Dresdener Teams Smollisch Motorsport an. Er fährt als Gastfahrer vier Rennen im Divinol-Cup. Seine heimliche Rückkehr auf die Piste unternimmt er auf einem BMW 325i (230 PS/250 km/h Tourenwagen Gruppe N). Den kennt er aus seinen erfolgreichsten Rennen in und auswendig. Auf Anhieb wird er Zweiter in Spa, Dritter in Oschersleben und Hockenheim. Nur in Zandvoort läuft es weniger gut. Göpel startet zwar mit Trainingsbestzeit von der Pole-Position. Doch ein Getriebeschaden zwingt ihn zum vorzeitigen Ausstieg. Motorsport betreibt Steffen Göpel von nun an nur noch aus Spaß und Entspannung. Er startet sporadisch im Divinol-Cup. Doch an ihm kommt so schnell keiner vorbei. Die ersten drei Rennen in der Saison 2001 beendet er als Sieger. „Ich fahre hier ohne Druck“, sagt der 35-Jährige gegenüber der Leipziger Volkszeitung. „Gegenüber früher ist das nur noch 3., 4. Liga.“ Mehr lässt sein Vollzeitjob in der GRK-Holding AG aber auch nicht mehr zu. Zwei Erfolge stellt Steffen Göpel als seine größten auf eine Stufe: 1990 auf der Berliner Avus der fünfte Platz bei der Opel-Lotus-Meisterschaft und sein Sieg 1996 beim ADAC-GT-Cup in Assen. Bei diesem Regenrennen lässt er die Konkurrenz mit ihren Allradantrieben hinter sich. Bis heute beeindruckend für ihn die großen Kulissen in den 80-er Jahren. Auf dem Sachsenring fährt er damals mehrmals vor 150.000 Zuschauern. Damals düst Göpel als Spitzenpilot mit einem Wagen MT-77 über die Pisten, dem Gefährt mit dem er 1990 letzter DDR-Meister der Formel-Rennwagen wird.
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