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1982-1990:

Vom Kartfahrer-Neuling zum
letzten Formel E DDR-Meister


Als 17-Jähriger klopft Steffen Göpel 1982 an die Tür des MC Kraftverkehr in Leipzig. In kürzester Zeit fällt er bei den Kartwagen-Fahrern durch sein technisches Geschick und seine gefühlvollen Steuerkünste auf. Der damalige Tischler- Lehrling besitzt erstaunliche Kenntnisse über Motoren, vergisst beim Basteln oft den Feierabend in der Werkstatt. Beim Kartsport sammelt Steffen Göpel seine ersten rennsportlichen Erfahrungen.

1987 klettert er erstmals in einen Formelrennwagen. Seine Motorsportkarriere beginnt er mit einem Sieg beim heute noch beliebten Kyffhäuser Bergrennen. Auf Anhieb fährt er in die Spitze, wird DDR-Bester in der Leistungsklasse II. So kann er schon 1988 in der LK I starten. Der Youngster mischt frech bei den Renommierten mit und schafft sofort den Sprung in die Nationalmannschaft. Inzwischen mit dem Dresdener Renn-As Ulli Melkus eng befreundet, fährt er sich auf dem Sachsenring, in Schleiz, Frohburg oder in Poznan in die Herzen des sachkundigen Rennpublikums.

Der Leipziger avanciert schnell zu einem der besten DDR-Fahrer. So wird er 1990 letzter DDR-Meister der leistungsstärksten Wagenklasse, der Rennwagen E 1300 ccm LK 1, vor Manfred Günther vom MC Zwickau und Eberhard Hänsel. Mit Ehrgeiz geht der heutige Immobilienunternehmer schon damals zur Sache. Beim letzten Rennen zur Meisterschaft in Frohburg ist er nicht mehr zu halten. Obwohl Göpel die Meisterschaft schon in den vorherigen Rennen für sich entschieden hatte, zieht er nochmals souverän seine Bahn und lässt die Konkurrenz hinter sich. „Ich wäre ein schlechter Fahrer, würde ich nicht immer versuchen, ganz vorn einzufahren“, sagt er damals der Leipziger Volkszeitung. An seiner Seite hat er zu dieser Zeit u.a. die Mechaniker Dirk Schneider und Wolfgang Küther, einst selbst DDR-Meister in dieser Klasse.

Vorfristiger Meistergrößere Ansicht