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Schnuppern bei der DTM

Im September 1994 ist es soweit: Erstmals nimmt Steffen Göpel aus Leipzig zur Probe an einem DTM-Rennen auf der Avus teil. „Mir geht schon etwas der Frack“, gesteht er einige Tage zuvor. „Es ist doch so“, erklärt er den fragenden Reportern, „Es ist, als wenn Du vom Trabi auf einen Fünfer-BMW umsteigst.“ DTM ist Hightech pur. Die Technik ist moderner als in der Formel 1, weil alles erlaubt ist. Traktionskontrolle, aktives Fahrwerk und viele andere Finessen bringen die Wagen, die alle 2500 ccm Hubraum haben, auf Touren. Die 395 Pferdestärken bringen den nur 970 Kilogramm schweren Wagen auf Spitzengeschwindigkeiten von 300 km/h. Und angesichts der klangvollen Namen im Starterfeld wie Rosberg, Larini, Ludwig, Schneider, Danner und Nannini kann auch einem Steffen Göpel das Herz mal etwas tiefer rutschen.

Dennoch sieht er das Ganze nicht zu verbissen. Vorerst will er sich und das Auto nur testen. Er startet im Privatteam von WS-DHL. Bei der Premiere auf der Avus hat Göpel zwar massive technische Probleme, ist aber dennoch nicht unzufrieden. Enttäuscht ist der DTM-Neuling, weil die Maschine nicht einmal richtig ihre Leistung entfalten kann. Ein Abstimmungsfehler in der Elektronik lässt die Trainingsrunden zum Desaster werden. Als die Techniker das Problem endlich in den Griff bekommen, legt Göpel eine tolle Rundenzeit hin, wird aber bei Tempo 220 plötzlich aus der Bahn gerissen. Eine Hinterachsblockade lässt ihn in der Kurve wegrutschen. Das Aus für dieses Rennen.

200 Pferdestärken
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